Elektroautos als Energiespeicher
In den letzten Jahren und Jahrzehnten galt in der Energiewirtschaft das Prinzip der nachfragegesteuerten Erzeugung. Das heißt: Ein Kraftwerk produziert nur dann Strom, wenn der Kunde ihn braucht - also je nach Bedarf. Erneuerbare Energieträger wie Windkraft oder Photovoltaik funktionieren allerdings nicht auf Abruf, sie sind abhängig von Windintensität oder Sonnenscheindauer.
Bei einem weiter steigenden Anteil erneuerbarer Energieträger an der Stromerzeugung gilt es Wege zu finden, Teile der Nachfrage entlang des Angebots zu steuern. Hierfür bietet die E-Mobilität eine ideale Möglichkeit. Denn Autos parken zumeist. Dann könnten die Fahrzeuge an das Stromnetz angeschlossen und ihre Batterien als dezentrale Energiespeicher genutzt werden. Wenn viel Strom, beispielsweise aus Photovoltaikanlagen bei Sonnenschein, zur Verfügung steht, fließt er in die Batterien der Fahrzeuge. Dann kann er später entweder zum Autofahren dienen oder sogar aus dem parkenden Auto zurück ins Stromnetz fließen - wenn der entsprechende Bedarf da ist.
